Würden Sie Ihrem Installateur auf Instagram folgen?

Dass Modeunternehmen auf Instagram sind, ist naheliegend. Aber ein Installateur? Oder Maschinenbau? Einfach mal sacken und inspirieren lassen – vielleicht ist es ja eine Idee, den schicken Messestand, gelungene Neubauten oder vorher/nachher-Impressionen ins Bild zu setzen. Klar, eine Slideshow oder statische Bilder auf der Homepage sind auch gut – aber die werden nicht so schnell geteilt und auch die Mitarbeiter von Geschäftskunden geben bei Berufskollegen gerne mit ihren Lieferanten an!
Trotzdem: so verlockend sich neue Trends anhören – schnell hat man sich verzettelt im Internet und die Kosten und den Zeitbedarf für die Pflege der Präsenzen unterschätzt.

Prüfen Sie im Vorfeld, welche Aktivitäten in sozialen Netzwerken für Sie die richtigen sind, um Ihre Ziele zu erreichen:

  1. Was und wen genau wollen Sie mit Ihrer Präsenz in Netzwerken erreichen? Bekannter werden, informieren, Image aufbauen, Kunden binden, Leads generieren? Entscheider oder Benutzer ansprechen? Einen weiteren Kontaktanal nutzen?
  2. Fragen Sie nicht einfach Ihre jüngeren Mitarbeiter, was Sie tun sollen, es sei denn, selbige entsprechen Ihrer Zielgruppe. Fragen Sie besser die Kunden selbst: Mitarbeiter, die direkt mit den Kunden zu tun haben, sollten als erstes ihre Erfahrungen zusammentragen und einen Leitfaden erstellen, mit dem Kunden gezielt befragt werden können. Nutzen Sie die regelmässig erscheinenden Studien zu Marktdaten, Nutzungsverhalten und Trends.
  3. Anschließend können Sie die Kanäle und Inhalte auszuwählen, mit denen Sie starten wollen, um gezielt Erfahrungen damit zu sammeln. Legen Sie Kriterien für den Erfolg Ihrer Maßnahmen und ggf. deren Testdauer fest. Wenn eine Maßnahme nicht mal mittelbar zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt – weg damit.
  4. Bitte vergessen Sie Urheberrechte und Datenschutzvorschriften nicht! Das kann teuer und imageschädigend werden. Ein gefundenes Fressen für mißgünstige Konkurrenten …
    Prüfen Sie auch, welche Rechte Sie selbst ggf. abtreten, wenn Sie in sozialen Netzwerken posten.
  5. Außer bei reinen Online-Unternehmen ist „digital“ nur das Vorspiel: deswegen sollten Sie den digitalen und analogen Kontakt zusammen planen, damit sie aus einem Guss sind und der Kunde Sie wiedererkennt, wenn er Sie in der analogen Welt trifft.
  6. Das Netz und seine Nutzer verändern sich ständig. Man muss dranbleiben, sonst sind die Startinvestitionen verloren und Sie fangen von vorne an. Deswegen brauchen Sie einen Zuständigen und der muss dafür auch Zeit haben. Wenn´s intern (noch) nicht geht, dann einen externen Fachmann beauftragen und nur das Operative inhouse erledigen.
  7. Einfach machen mit abgegrenzten Projekten: Versuch macht klug.