4.0_Digital

„Digital“ ist an sich nichts Neues, so arbeiten Unternehmen seit Jahrzehnten. Warum ist das aktuell so ein Riesenthema?

Das wirklich Neue in der aktuellen Entwicklung ist die Vernetzung von Prozessen und Produkten über die Unternehmensgrenzen hinaus. Diese Prozesse erfordern, dass die Systeme technologisch miteinander kommunizieren können und die geeigneten Algorithmen zugrunde liegen.
Dadurch entstehen zusätzliche Herausforderungen für alle Unternehmen, aber auch ganz neue Geschäftsmöglichkeiten und Produkte, während andere verschwinden.

Der Kern der Veränderungen besteht letztendlich im Zusammenbringen von:

  • Menschen und Maschinen (zB Self-Service in der Produktkonfiguration)
  • Maschinen und Maschinen (Smarte Dinge = Internet of Things).
  • Menschen und Menschen (Kunde – Lieferant; Kunde – Kunde: Uber, AirBnB)

Unsere Alltagserfahrungen mit der Nutzung des Internet übertragen sich dabei auf das Berufsleben, auch wenn die Zielgruppe eines Unternehmens nicht der Endkunde ist. Wer privat regelmäßig online bestellt, Bewertungen liest und Produkte vergleicht, wird das auch auf seine Berufstätigkeit übertragen. Das veränderte Konsumverhalten spielt also für alle Unternehmen eine Rolle. Dazu kommt, dass die Erwartungshaltung deutlich gestiegen ist: Jede Frage soll am besten sofort geklärt werden, die Reaktionszeiten sind allgemein sehr stark gesunken.

Einige Begrifflichkeiten und Beispiele

  • Industrie 4.0: die Vernetzung der EDV / IT betrifft die gesamte Wertschöpfungskette über den gesamten Produktlebenszylus und geht über das Unternehmen hinaus zu vor allem Lieferanten und Kunden. Digitalisierung geht damit weiter als die rein unterstützende „Computerisierung“.
    Dass im Unternehmen die Lagerhaltung mit der Produktion und der Buchführung vernetzt ist, ist heute in den allermeisten Unternehmen Standard – jetzt sind die „Digitalisierungslücken“ zu füllen und die Kommunikation und Kooperation von Menschen und Dingen nutzbringend zu gestalten. Hinzu kommt, dass die EDV des einen Unternehmens direkt mit der EDV eines anderen Unternehmens ( also Kunden und Lieferanten) kommunizieren können muß.
  • Das IoT „Internet of Things“ ist die Vernetzung von Dingen mit dem und über das Internet zur Informationsversorgung (zB für Staumeldung und Ausweichroute im Navi, Notfallmeldungen) oder für selbststeuernde Prozesse (zB automatische Nachbestellung beim Lieferanten, automatische Ampelschaltungen). Die Erfassung, ggf. auch Verarbeitung der Daten bzw. Identifizierung der Dinge oder Menschen erfolgt zB über RFID-Chips (zB an oder in Produkten, Personalausweis, Kreditkarten), Strichcodes, QR-Codes (zB für Logistik, mobile Visitenkarten, direkter Aufruf von URLs), Sensoren, Messstationen.
    Hierbei spielt auch die rechtliche Datenschutzlage und der Schutz vor Cyberkriminalität eine bedeutende Rolle.
  • Digitalisierung der unternehmensinternen Prozesse am Beispiel: ein Servicetechniker scannt bei der Entnahme die Ersatzteile direkt auf den Kundenauftrag, gibt Start und Ende der Arbeitszeit durch einen einfachen Touch im Kundenauftrag ein und lässt den Kunden eine Auftragserweiterung direkt unterschreiben. Anschließend können diese Daten ohne erneute Eingabe in der Auftragsabwicklung weiterbearbeitet werden.
  • Digitalisierung der Prozesse, die zwischen Lieferanten und Kunden laufen: Wenn Sie etwas im Internet bestellen, kommunizieren Sie über Ihren PC direkt mit der EDV des Lieferanten und weiterer Unternehmen. Auftragserfassung, Zahlungsabwicklung, Bestandsmeldungen, eventuelle Lieferzeiten: diese Informationsflüsse fließen von und zu Ihren Lieferanten, zusätzlich werden ggf. Bezahldienste involviert.
  • Digitalisierung der Produkte: Das sind einerseits Produkte in digitalisierter Form, die bisherige Produkte ablösen: Fotos, Musik, Kalender, Rechnung. Andererseits enstehen ganz neue Produkte wie der 3D-Druck (additive Fertigung).
    Darüberhinaus werden Produkte digital vernetzt: Die automatische Beregnungsanlage eines landwirtschaftlichen Betriebes erhält ihre Daten von Dienstleistern (welche wiederum auf Daten von Wetterdiensten zugreifen) und startet an Hand ihres Programms automatisch die angemessene Beregnung eines Feldes, ohne dass jemand dorthin fahren muss. Hiermit sind wir beim IoT: mit dieser Art der Digitalisierung geht die Veränderung von Geschäfts-Prozessen und der Organisations-Struktur von Unternehmen einher: man spricht von Digitaler Transformation.

Chancen der Digitalisierung

Soweit sich die IT der Partner technologisch miteinander versteht, sind den Einsatzmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Die automatische Bestellung, wenn der Kühlschrank leer ist, ist sicher noch nicht Standard, aber die Prozesse zwischen Unternehmen und mit den Kunden  laufen immer intensiver auf dem digitalen Wege ab.

Das geht natürlich schneller als händisch und spart dadurch auch im Betrieb Arbeit ein. Das wiederum ängstigt die Mitarbeiter, die deswegen der Digitalisierung in Teilen skeptisch gegenüberstehen. Die Entwicklung lässt sich jedoch nicht aufhalten – die Art, Geschäfte zu machen wandelt sich auch weiterhin, die Kunden sind anspruchsvoller geworden und die Kommunikation verändert sich deutlich. Und es stehen riesige Datenmengen zur Verfügung, die ganz neue Ansatzpunkte für Kundenansprache und Produktentwicklung bieten.

Deswegen ist es das Wichtigste, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, sie bietet nämlich extrem viele neue Möglichkeiten. Noch nie konnten Unternehmen so leicht so viele potenzielle Kunden erreichen, so viele neue Produkte durch Vernetzung entwickeln und so einfach mit Kunden in Kontakt bleiben. Die aktuelle Herausforderung für die Unternehmen ist, sich in den veränderten Gesamtprozeß einzufädeln, um nicht in einer Nebenspur oder Sackgasse zu landen.

Meine Leistungen, um Sie beim Digitalisierungprozess zu unterstützen:
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